Kothe im Mondlicht auf dem Bucher Berg

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Schwarzzelt in der Nacht

Foto einer Kothe aus dem Jahr 2012, aufgenommen auf dem Landeslager des VCP-Land Bayern auf dem Pfadfinderzeltplatz Bucher Berg.
Das Bild kann für nicht kommerzielle Zwecke frei verwendet werden, ein Backlink auf diese Seite oder Flickr wäre nett.

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Was sind Kothen?

Für alle, die nicht wissen was eine Kothe eigentlich ist: Kothen und Jurten sind die typischen Zelte der deutschen Pfadfinderverbände und stammen aus der deutschen Jugenbewegung aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts.

Die Schwarzzelte sind ein modulares System, das im wesentlichen aus baumwollnen Dreiecks und Rechtecksplanen besteht, die mit Knöpfen und Schlaufen verbunden werden können.

Die Kothe ist dabei die typische Zeltform für Hajks und Fahrten. Sie besteht aus vier Dreiecksplanen, die leicht auf alle Gruppenmitglieder verteilt werden können. In diesem kleinen Schwarzzelt können bis zu vier, manchmal auch mehr Personen schlafen.

Die Jurte wird vor allem in Zelt-Lagern verwendet und bietet eine Seitenhöhe von 1,6 m – über 2 m. In einer Jurte können 10 Personen schlafen.

In allen Schwarzzelten, also Kothe und Jurte, kann man Feuer machen, in der Mitte gibt es eine große Öffnung, aus der der Rauch abziehen kann. Ausführliche Informationen zu Schwarzzeltmaterial bietet Jurtenland, kaufen kann man die Zelte bei verschiedenen Ausrüstern wie z.B. Freizeit- und Fahrtenbedarf.

Seit einiger Zeit gibt es auch ein ausführliches Schwarzzelt Handbuch vom Black Castle e.V. Es ist leider ganz grausig layoutet, aber inhaltich wirklich sehr umfassend.

 

 

 

Was sind Pfadfinder? – Podcast Interview mit Gemein & Nützlich

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Inzwischen auch ein Stückchen her: Mein (langes) Gespräch mit Jona Hölderle aka Pluralog (Twitter), bei dem ich ihm für seinen Podcast „Gemein & Nützlich“ erklären dürfte was Pfadfinder eigentlich so machen. – pfadfinden nämlich.

Den gesamten Podcast „Die Pfadfinder“ zum anhören gibt es hier: http://gemein-nuetzlich.de/gn006-pfadfinder/

Ein paar Ergänzungen zum Gesagten:

Andorra ist tatsächlich eine Monarchie, und die Ländern in denen es keine Pfadfinder gibt: Kuba, Andorra, China, Nordkorea, Laos und Myanmar (Quelle: Morgenpost)

Infos zur Ausstellung zu Jugendbewegung/Wandervogel im Germanische Nationalmuseum 2013/2014 – AUFBRUCH DER JUGEND. DEUTSCHE JUGENDBEWEGUNG ZWISCHEN SELBSTBESTIMMUNG UND VERFÜHRUNG

Die Unsicherheit bei den Begriffen „Ranger/Rover“ was eigentlich der männliche/weibliche Begriff ist, lässt sich gar nicht so einfach beantworten, zumindest nicht auf den Seiten der Ringverbände. Im ScoutOWiki Eintrag wird es erklärt. Ranger => männliche Pfadfinder zwischen 16 und 20 Jahren, Rover => weibliche Pfadfinderinnen zwischen 16 und 20 Jahren. Hier eine tatsächliche Korrektur: Laut Stufenkonzeption des VCPs geht die Ranger/Rover-Stufe bis zum 20. Lebensjahr, nicht bis zum 18.

Ganz wichtig ist natürlich auch der VCP-Sonthofen, der südlichste Pfadfinderstamm Deutschlands!

 

 

 

Die Erfindung des SocialMedia Mashup Travelblogs!

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Auf Reisen sein ist nicht schwer, einen Travel(b)log führen dagegen sehr. Man verzeihe den Schüttel-Reim am Anfang, er gibt aber ganz gut die Aufgabenstellung „Travellog“ wieder.

Für einen dreiwöchigen Roadtrip durch Namibia habe ich mir vorgenommen, regelmäßig einen Travelblog zu führen. Die Zielsetzung ist dabei ein bisschen Entertainment für die daheimgebliebenen zu bieten, aber natürlich auch hinterher nachverfolgen zu können, was eigentlich wann war und welche Highlights es so gab.

Als klassischer Travellog bietet sich ein „instant-Blog“ auf den vielen Blogger-Plattformen (z.B. http://wordpress.com/, http://www.blogger.com/ usw.) an. In der Theorie eigentlich sehr schön. Zumindest für WordPress gibt es sehr schöne Templates, eine passable iPad App und die Möglichkeit via E-Mail zu bloggen. Hauptproblem: Die eigene Faulheit, v.a. im Urlaub!

Realistisch werde ich in den drei Woche Urlaub mich höchsten einmal am zweiten Tag hinhocken und die Infos/Bilder usw. zusammentragen, in eine lesbare Form bringen und dann in den Blog hochladen. Das ist so aufwändig und frisst so viel Zeit, das sich das spätestens beim dritten mal eh erledigt haben wird. Urlaubs-Prokrastination quasi.
Alternativen? Nach ein bisschen rumprobieren die Lösung:

„The Rise of the ScoialMedia Mashup Travelblog“

Grundidee

Ich bin mehr oder weniger eifriger Nutzer verschiedenster SocialMedia Kanäle: Facebook, Twitter, Instagram, tumblr, SoundCloud, SlideShare, Google+, Foursquare usw. Im Urlaubsland gibt es ein passables LTE Netz vorhanden ist und ein PrePaid-Datenvertag  ist für relativ günstiges Geld zu haben. Also warum nicht einfach die vorhandenen SocialMedia Kanäle wie gewohnt weiterverwenden.

But it’s all about the hub!

Damit ist zwar dann hinterher halbwegs nachzuverfolgen, wann ich wo war und was es dort an Bildern, Tönen usw. zu sehen gab, das Ganze ist aber sehr verteilt und bietet wenig Entertainment für die Daheimgebliebenen. Es braucht also einen zentralen Hub, auf dem alles zusammenläuft. Und dafür braucht es dann ein MashUp aus verschiedenen SocialMedia Kanälen, die untereinander schon sehr gut funktionieren aber mit ein bisschen Magic eben noch besser. Die Magic bringt in dem Fall IFFFT.

Die Kanäle und die Magic

Tumblr

Der Hub – Hier laufen alle Informationen aus verschiedenen Kanälen zusammenlaufen. Durch die iPad App gibt sich zusätzlich die Möglichkeit auch ausführliche Postings zu ergänzen. Einrichtung war ganz easy.
Für das Beispiel hier ergibt sich die Besonderheit, dass ich bereits vorher einen Tumblr-Blog hatte. Für den Travellog habe ich einen neuen Tumblr angelegt, was soweit ganz geschmeidig ging. Leider stellt sich hinterher heraus, dass die meisten SocialMedia App zwar über eine Tumblr-Connection verfügen, aber leider nur in den ersten Blog eines Accounts posten können. Stört normalerweise nicht, war aber hier sehr hinderlich. Details hab ich bei den einzelnen Kanälen dazugeschrieben.

Foursquare

Mein persönlicher Liebling unter den SocialMedia Netzwerken. Auf der Reise wird Foursquare (4sq) benutzt, um den Besuch von Plätzen zu visualisieren bzw. nachverfolgbar zu machen. Natürlich ist die Venue-Dichte in Namibia nicht annähernd so hoch wie in Deutschland, aber zumindest die touristisch interessanten Locations sind ganz gut versorgt. Beispiel Victoria Fälle.
4sq beherrscht nativ nur das teilen zu Twitter und Facebook, daher musste ich hier mit IFFFT nachhelfen: Mit dem Rezept http://bit.ly/iffft-4sq-tumblr werden 4sq CheckIns, die mit dem Tag #tumblr in der Beschreibung getaggt werden, automatisch in den Tumblr gepostet.
Schönes Feature: Inhalt des Posts ist die Karte der Location (plus weiter konfigurierbare Infos)

Instagram

Die „immer dabei Polaroid“ des Web 2.0. ist die Hosentaschenergänzung zur DSLR Ausrüstung, die auch mit auf Reisen geht. Das iPhone geht mit auf Reisen und die Kamera reicht für Schnappschüsse auf jeden Fall aus, daher ist es obligatorisch, dass Instagram auch zum Zuge kommt.
Instagram kann zu sehr vielen Netzwerken teilen, u.a. auch zu Tumblr. Hier kommt aber das schon beschriebene Problem zum tragen, dass nur der erste Blog eines Accounts bedient wird. In meinem Fall ist daher auch wieder IFFFT zum Einsatz: Die Rezepte http://bit.ly/15WtwYc und http://bit.ly/15WtyPM posten Instagram Bilder bzw. Videos auf den Travellog. Tumblr übernimmt die Daten hier sehr schön.

SoundCloud

Ein etwas unterschätzes SocialNetwork ist ScoundCloud. Grade in fremden Ländern gibt es wenig, das spezifischer für einen Ort ist wie die Geräusche. Sei es das Brummen unsere Busses, mit dem wir durch Namibia fahren oder die Gespräche der Buschmenschen, bei denen wir einige Zeit verbringen werden.
SoundCloud beherrscht nativ das Sharing zu Tumblr, Facebook, Twitter und Google+. Im Fall von tumblr ist es leider wieder so, das nur der erste Blog im Account unterstützt wird. Daher gibt es auch hier wieder ein IFFFT Rezept: http://bit.ly/15Wul3k Kleiner Wermutstropfen: Leider gibt es als Trigger für Soundcloud nur die Erstellung eines public Tracks, daher wird alle tumb gepostet und nicht wie bei Instagram über einen Tag getriggert.

Pocket

Der kleine Sammler für alles was es so an WebLinks gibt mit dem entscheidenden Killerfeature „Später auf dem Handy/iPad Lesen“. Auch hier hab ich IFFFT bemüht: http://bit.ly/15WwHyY Im Moment noch nutzlos, aber evtl. ergibt sich vor Ort bei der Recherche ja die Gelegenheit.

Evernote

Hier hatte ich überlegt auch ein IFFFT Rezept anzulegen, mit dem dann Text-Postings automatisch erstellt werden. Leider gibt es als Trigger für Evernote nur „new shared note link“ und das ist mir zu heikel, weil ich aus evernote auch schon mal nicht public Notizen verteile. Grundsätzlich wäre das aber zum posten denkbar.

Twitter

Eigentlich das Meta-Netzwerk für alles an Information. Leider nicht besonders harmonisch mit Tumblr zu verbinden. Tweeds einbetten wie in WordPress geht leider gar nicht und auch die Parameter, die in IFFFT zur Verfügung stehen bringen auch nach vielen Versuchen kein wirklich tolles Ergebnis. Ein kleines Rezept hab ich trotzdem gebaut: http://bit.ly/15WzN68 Das erzeugt aber einfach nur einen Text-Post, der als Inhalt den Tweet Text hat und den Link auf den Original Tweet.

Youtube/Vimeo

Da DSLR auch Video kann und auch eine GoPro mit nach Namibia kommt, überlege ich aktuell noch Vimeo/Youtube Sharing zusätzlich anzulegen. Auf der anderen Seite funktioniert das Embedding aus beiden Kanälen in Tumblr sehr gut. Wir werden sehen…

Facebook

Believe me! There is SocialMedia outside Facebook! Auf FB landen gelegentlich Links zu Tumblr Beiträgen oder Bildergalerien alle paar Tage. Man will ja die Daheimgebliebenen nicht zu sehr zuspammen ;-)

Der Namibia Mashup Travellog

Ganz zum Schluss fehlt natürlich noch der Link auf den Tumblr, wo der ganze Kram zusammenläuft: http://namibia2013.tumblr.com/