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Analoge Fotografie 1

By 6. März 2019 No Comments

Eines der wenigen Hobbies, die es schaffen mich jetzt schon über den Zeitraum von fast drei Jahren zu fesseln ist analoge Fotografie – darüber lohnt es sich dann auch eine kleine Blog-Serie zu starten.

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Der erste „Klick“

Irgendwas hat mich irgendwann in 2017 mit analoger Fotografie anfangen lassen. Im Nachhinein war es glaube ich gar nicht der Punkt, dass ich immer irgendwas analoges „rumstehen“ hatte, sondern eher mein Job: Ich muss darf mir den ganzen Tag wunderschöne, elegant komponierte, perfekt inszenierte und virtuos retouschierte Bilder anschauen – Instagram (und die meisten andern digitalen Plattformen) sind voll mit dem Zeug. Irgendwann wächst wohl in jedem der Wunsch nach etwas „zum anfassen“.

Eines meiner ersten analogen Bilder, hier als “Positiv” umgewandelt: Ein Mercedes Oldtimer, der im Halbschatten einer Garage steht.

Eines meiner ersten analogen Bilder: Der Mercedes-Oldtimer im Schatten – Das Bild ist hier zum Positiv umgewandel

Die erste Kamera, mit der es 2017 losging war eine „Type 016 Retina IIa„, mit Verkaufsdatum 1957 (wobei das Modell nur bis 54 hergestellt wurde). Das gute Stück hab ich sehr günstig von einem befreundeten Fotografen erworben, der seine Sammlung aufgelöst hat. Es finden sich Beiträge, die behaupten, das wäre die beste Kamera, die Kodak je produziert hat – Ich kann das nicht beurteilen, aber zumindest im Vergleich meiner zwischenzeitlich knapp 15 analogen Kameras, ist die Retina immer einer meiner Lieblinge geblieben.

Wie bei jeder Sucht braucht es einen guten Dealer, bei dem man laufend an Stoff kommt – in meinem Fall ist das Fotoimpex. Als guten Einstieg kann ich das „Starter-Kit“ empfehlen, mit dem für relativ kleines Geld alles bekommt um den Film aus der Kamera bis zum fertigen Negativ zu entickeln.

Die gute Kamera ist natürlich komplett analog, d.h. wirklich alles wird manuell eingestellt: Belichtung, Blende, Schärfe. Hilfreich dabei war die Erkenntnis, dass analoge S/W-Filme wie der ILFORD FP4 (ISO 125) einem wirklich viel verzeihen – auch zwei oder drei Blendenstufen Unter-/Überbelichtung.

Helferlein für die Einstellungen

Apropos Blende und Belichtung, alles Begriffe, die jeder schon mal gehört hat sich aber mit einem digitalen Foto-Computer, was die meisten Kameras ja inzwischen faktisch sind, viel zu wenige Gedanken macht. Neben viel Nerdwissen, das man sich aneignet, wie die „Sunny 16-Regel„, ist es ratsam sich einen kleinen „Exposure Meter“ zu basteln. Für mich hat die Version von Andrew R. Lawn am besten funktioniert.

Analoger Lesestoff und Digitale Helferlein

Ein paar Bücher, die ich mit im laufe der Zeit zugelegt habe:

Absolut essenziell für die Entwicklung ist für mich inzwischen die kostenpflichtige (10 Euro) App „Massive Dev Chart„. Sie enthält „Rezepte“ für jede erdenkliche Film und Entwickler-Kombination, die Inhalte der App ist auch kostenlos als Website abrufbar.

Die diversen Fotografie-Podcasts sollen nicht unerwähnt bleiben:

Author Peter Mestel

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